Geburtstagsfeier von Klaus Dörr am 30.08.2004

Ab 17.00 Uhr empfing unser Wehrführer seine Gäste in unserem auf Bayrisch getrimmten Gerätehaus. Viele Freunde, Bekannte und Kameraden waren gekommen um seinen Geburtstag zu feiern und ihm einen würdigen Abschied vom aktiven Feuerwehrdienst zu geben.

Doch um 18.55 Uhr wurde die Feier vom heulen unserer Sirene unterbrochen. Nach der Kontrolle des Auslöseknopfes an der alten Schule, meldete sich Klaus bei der Leitstelle, in der Annahme es handele sich um einen Scherz seiner Wachabteilung. Als die Leitstelle jedoch "Brand in einem Holzlager, Vogelsangstrasse hinter Aussiedlerhof, erster Feldweg rechts" meldete, nahm er die Sache doch ernst. In der Zwischenzeit hatten sich die anwesenden Aktiven (merkwürdigerweise war kein Gruppenführer dabei) unter erschwerten Bedienungen ihre Einsatzkleidung angezogen.

An der Einsatzstelle angekommen wurde Klaus trotz Brandgeruchs schnell klar dass wir ihn verladen hatten. Mit den Worten "Peter, du Sauhund, wo bist du?!" und Tränen in den Augen machte er sich auf die Suche nach dem Feuer, wo ihn bereits die restlichen Aktiven und die Jugendfeuerwehr erwarteten. Bevor ihm die eingetroffene Unterstützung (der komplette Löschzug der Wache 3) das Feuer ausmachen konnte, begann er das Feuer mit der Kübelspritze zu löschen. Das Kleinlöschgerät hielt den gesammelten Kräften unseres Jugendfeuerwarts jedoch nicht stand. Martin riss den Griff des Pumpenkolbens ab. Deshalb musste doch eine Wasserversorgung aufgebaut werden. Mit dem C-Rohr konnte Klaus dann sein letztes Feuer löschen. Nach einem Gläschen Sekt und den besten Wünschen der Anwesenden ging es dann zurück ins Gerätehaus. Als Klaus bei der Leitstelle "Feuer aus!" meldete und sich für die gelungene Überraschung bedankte erreichten ihn über Funk noch zahlreiche Glückwünsche verschiedener Wehren.

Wieder im Gerätehaus angekommen berichtete unser sichtlich gerührter Wehrführer den anwesenden Gästen von seinem letzten "Einsatz". Anschließend hielt unser stellvertretender Wehrführer Peter Kattenbracker eine kleine Rede wobei er sich für die 28jährige Arbeit als Wehrführer und seine 43jährige aktive Dienstzeit bedankte. Als Dankeschön bekam er dann seinen Gurt mit der Nummer 78 den wir mit einem gravierten Schild versehen hatten und einen Gutschein von einem Modelleisenbahngeschäft. Dann bedankte sich Peter bei Linde Dörr für die Unterstützung und übergab ihr einen Blumenstrauß.

Als Vertreter der Amtsleitung und als Leiter des Sachgebietes Katastrophenschutz bedankte sich Hr. Spannhaus bei Klaus für die lange und gute Zusammenarbeit. Er stellte fest, dass mit Klaus wieder ein Urgestein die Feuerwehr verlässt. Für seine lange Zugehörigkeit zum Katastrophenschutz (40 Jahre) überreicht er ihm die neugeschaffene Katastrophenschutzverdienstmedaille in Gold. Klaus hatte keine Worte mehr, den ganzen Abend merkte man, dass ihm das Ausscheiden sehr schwer viel. Dennoch gelang es ihm, das Buffet zu eröffnen und einen bayrischen Abend einzuleiten.

Doch dann überreichte seine Frau Linde ihr "Geschenk": Drei Mann der "Kasteler Musikanten" hatten ihre Alphörner in Stellung gebracht und brachten ihm ein unvergessliches Ständchen. Auch das Geschenk seines Sohnes Torsten und dessen Frau Claudia zielte auf seine Vorliebe für die Berge und Eisenbahnen sie schenkten ihm eine Fahrt mit einer Schmalspur-Dampflok durch die Berge, wobei er sich als Lokführer und Heizer betätigen kann.

Seine Jungs von der Wache 3, seine aktiven und passiven Mitglieder der FFH, seine Freunde und Bekannten, hatten noch einen sehr schönen, gemütlichen Abend.

Wir alle bedanken uns bei Klaus Dörr für seine geleistete Arbeit und diese schöne Feier...